Dampfbremsende Folien

In gedämmten Dächern sind kalte und warme Bauteiloberflächen lediglich durch die in hohem Masse dampfdurchlässigen Dämmstoffe voneinander getrennt. Durch das vor allem in der kalten Jahreszeit bestehende hohe Temperatur und Dampfdruckgefälle dringt der in der Raumluft enthaItene Wasserdampf durch die Innenbeplankung und die Dämmschicht hindurch (Wasserdampf-Diffusion).

An undichten Anschlussfugen, beispielsweise zwischen den Giebelwänden und der Sparrenbeplankung, fließt zusätzlich wasserdampfhaltige Raumluft direkt in den Dachaufbau ein (Raumluft-Konvektion). Diese schlägt sich an der kalten Außenseite der Dämmschicht in Tropfenform nieder, wenn sie nicht durch eine gut funktionierende Hinterlüftung rasch und wirkungsvoll wieder abgeführt wird.

Isolation

An moderne Dämmstoffe für die Dämmung von Dächern werden besonders hohe Anforderungen gestellt: Sie sollen einen hohen Dämmwert haben und unter normalen Bedingungen möglichst lange haltbar, nach Möglichkeit schwer entflammbar sein. Sie sollen dauerhaft wasserabweisend und dampfdurchlässig, formstabil und maßhaltig sein. Außerdem muss man sie natürlich einfach verarbeiten können.

Um für den Dämmwert der verschiedenen im Handel verfügbaren Materialien ein objektives Maß zu geben, werden Dämmstoffe in sogenannte Wärmeleitfähigkeitsgruppen unterteilt. Hierbei bedeutet die niedrigere Zahlenangabe (z.B. Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040) grundsätzlich einen höheren Wirkungsgrad als die höhere Zahlenangabe (z.B. Wärmeleitfähigkeitsgruppe 050).

Selbstverständlich ist aber die Dämmwirkung zusätzlich von der Dicke des eingebauten Materials abhängig.